Die Idee
Ausgehend von den Fotographien von Markus Reck, hat sich das Thema Raum als zentrales Motiv herauskristallisiert mit den Zweigen Körperraum, Klangraum sowie Bühnen -und Zuschauerraum. Die betanzten Flächen sind über den ganzen Raum verteilt, die Zuschauer können sich dazwischen frei bewegen und das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Eine große Rolle spielt dabei das annähern und überschreiten von Grenzen, räumlich, ideell und persönlich.
Dieser technischen Grundidee folgen die Inhalte Geburt/Tod und der Sündefall im Paradies, die auf der philosophisch-spirituellen Ebene assoziiert wurden. Sie geben dem Stück Struktur und Zusammenhalt.
Die Auseinandersetzung mit den Prinzipien Kollektiv und Individuum führt als Leitfaden durch die Performance.
Fotographie in Form von Projektionen, Musik und Tanz begegnen sich, grenzen sich voneinander ab und verbinden sich.
Die Arbeitsweise
Im gemeinsamen Austausch und der Diskussion über die Themen zwischen Tänzern, Musikern und der Choreographin werden verschiedene Facetten entdeckt und künstlerisch erforscht.
Anhand der Biographien der Tänzer soll Bewegungsmaterial und Ausdruck entwickelt werden. Das Einbringen der eigenen Persönlichkeit und Erfahrungen kann eine natürliche und zutiefst eigene Bewegungssprache erschaffen/ erwirken.
Die Begegnungen mit dem anderen Genre, mit den Mittänzern- oder Musikern, sowie mit sich selbst sind Grundlage der gemeinsamen Experimente.
Die Themen sind Ausgangpunkt für verschiedene Forschungsaufträge für die Musiker und Tänzerinnen. Die entstehenden Teile werden inhaltlich-assoziativ zu einem vielfältigen, auch Gegensätze vereinenden Mosaik verknüpft.
Die Kooperation
Die Studentische Gruppe "die Zeitgenossen" hat ein Ausstellungskonzept unter dem Titel "akträume" entwickelt, das eine thematische Einbindung der Fotoarbeiten von Markus Reck in die Architektur des Ausstellungsraumes vorsieht, um dadurch dem Charakter des einzelnen Werkes gerecht zu werden. Das umfassende Begleitprogramm zum Thema "Nacktheit, Körperlichkeit, Scham", das u. a. Führungen, Lesungen, Performances und musikalische Darbietungen vorsieht, ist thematisch richtungweisend in der Entwicklung.
Als Ausgangsinspiration dienten der Performance beyond die den Bildern zugrunde liegenden Konzepte von Markus Reck. Ebenso wird die Auseinandersetzung mit dem Thema Raum und Körper aufgegriffen. Als Bühnenbild werden Bilder aus den Werkgruppen "Aktornamente und Akttapeten" in Form von Projektionen integriert. Der Raum wird mit all seinen Eigenheiten genutzt, das Publikum kann aus verschiedensten Blickwinkeln das Geschehen verfolgen.
Die Performance wird neben den eigenständigen Aufführungen im Peterhofkeller auch als 10-minütiges Exzerpt in der Pfeilerhalle des E-Werks zu sehen sein.

